Autor: Wolfram Hartmann

<strong>Bücherbasar in St. Paulus</strong>

Bücherbasar in St. Paulus

St. Paulus bietet für alle Leseratten wieder einen Bücherbasar am Wochenende 26./27. März an. Der Basar ist am Samstag, 26.3. von 16 bis 18.30 Uhr geöffnet und am Sonntag, 27.3. von 12 bis 15 Uhr. Zum Verkauf stehen Bücher aus allen Sparten an. 

Für den Basar nehmen wir auch noch Bücher an. Wer Bücher (keine Schäden, auch mit Widmung) abzugeben hat, kann diese entweder im Gemeindezentrum neben dem Bücherregal ablegen oder sich bei Siegbert Kaiser melden: 07141/862341 bzw. sigin@t-online.de

<strong>„Das kirchliche Arbeitsrecht muss geändert werden“</strong><strong><br>Großes Interesse an Themenabend im Katholischen Dekanat zur Initiative #outinchurch –<br>und bereits über 100.000 Unterschriften der Kampagnen-Petition</strong>

„Das kirchliche Arbeitsrecht muss geändert werden“
Großes Interesse an Themenabend im Katholischen Dekanat zur Initiative #outinchurch –
und bereits über 100.000 Unterschriften der Kampagnen-Petition

Ludwigsburg/ „Das kirchliche Arbeitsrecht muss geändert werden. Es kann nicht sein, dass Menschen in Angst leben und berufliche Nachteile oder gar eine Kündigung befürchten müssen, wenn sie eine gleichgeschlechtliche Ehe eingehen.“ Mit klaren Worten bezieht Dekan Alexander König gegenüber den mehr als 60 Teilnehmenden des Abends Position. Anlass für die Veranstaltung des Katholischen Dekanats Ludwigsburgs am 9. Februar war die Initiative #outinchurch und die ARD-Dokumentation „Wie Gott uns schuf“ über queere Menschen in der katholischen Kirche. Stefan Spitznagel, Pfarrer in Marbach, ist Teil der Initiative. Er eröffnete die Veranstaltung und berichtete von den Anfängen der Kampagne und dem Ziel: „Wir sind Kirche. Wir wollen Kirche bleiben. Es geht nicht um einen Apparat oder Strukturen, sondern wir sind Menschen, die communio leben.“ Er sprach dankbar von der bemerkenswert großen Welle an Solidarität, die er und die Initiatoren seit der Veröffentlichung erfahren hätten.

Spitznagel erzählte von der elf-monatigen Vorbereitungszeit der Kampagne und dem Zustandekommen der ARD Kooperation. Neben der TV-Dokumentation gibt es die Homepage www.outinchurch.de und eine Petition www.outinchurch.de/unterstuetzen/. Im Mai erscheint zudem ein Buch und auch auf dem Katholikentag Ende Mai werden Vertreter von #outinchurch dabei sein. Es gehe darum, queeren Menschen in der katholischen Kirche zu ermöglichen, ihren Glauben zu leben. Und er betonte, wie wichtig der Untertitel der Kampagne ´für eine Kirche ohne Angst´ sei. Dekan König griff diesen Satz auf und sagte: „Wir brauchen in der Kirche eine positive Haltung zu verschiedenen Lebensformen und damit zu den verschiedenen sexuellen Orientierungen.“ Diese positive Sicht der verschiedenen Lebensformen gäbe es in einzelnen kirchlichen Kreisen schon lange, sei aber vom Vatikan nie so anerkannt worden. König merkte an, vieles sei im Moment im Umbruch, in der Gesellschaft insgesamt und in der katholischen Kirche im Besonderen. Es seien viele Themen, die gerade alle gleichzeitig zu einer großen Unzufriedenheit führen – damit aber auch eine Chance mit sich brächten. Der Synodale Weg bringe hier die Möglichkeit, Dinge tatsächlich anzusprechen. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, so König.
Siegbert Kaiser, Vorsitzender des Dekanatsrats Ludwigsburg, sprach seine Hochachtung aus vor den Menschen, die sich mit der Sexualmoral angelegt haben und wies auf die Mut machende Wirkung hin, Kirche tatsächlich zu verändern.

Durch den Abend via Zoom führte Birgitta Negwer, Dekanatsreferentin. Sie sprach die gelungene Solidarität unter den Akteuren von #outinchurch an und lobte: „Durch die Solidarisierung gaben und geben sich die Beteiligten gegenseitig Schutz – und das ist total klug.“ Alle Anwesenden des Themenabends teilten das Lob für den aufgebrachten Mut und zeigten sich dankbar für die Möglichkeit des Austausches. Aus dem Teilnehmerkreis waren Fragen nach Unterstützung der Initiative und Möglichkeiten der Solidarisierung zu hören. Stefan Spitznagel wies hier auf die vorliegende Petition hin, die das Arbeitsrecht und den Umgang mit der kirchlichen Sexualmoral in den Mittelpunkt stellt. Bisher seien über 107.000 Unterschriften eingegangen und sie sei in 13 Sprachen übersetzt worden. Hier dürfe gerne noch weiter für das Unterzeichnen geworben werden. Ziel sei es, diese am ersten Tag der Bischofskonferenz den Bischöfen zu übergeben.
Weitere Ideen aus dem Plenum wurden sowohl in Kleingruppen diskutiert und auch per Chat geteilt: Diese reichten von ´die Regenbogenfahne wieder sichtbar zeigen´, die Aufklärung über Begrifflichkeiten von queer weiter voranzubringen, bis zu Segnungsgottesdiensten für alle Paare am Valentinstag. Alexander König betonte die Wichtigkeit der Anpassung des kirchlichen Arbeitsrechts. Spitznagel unterstrich dabei: „Nur so ist es möglich, dass keine weiteren Deals oder stillschweigende Duldung geschehen, sondern eine echte Annahme und Veränderung der Situation für alle“, so Stefan Spitznagel.

Für die Zukunft wünschte sich Spitznagel so auch eine Auseinandersetzung der Kirchengemeinderäte etwa zum eigenen Umgang mit der Thematik, dort wo sie selbst Arbeitgeber sind, beispielsweise in Kindergärten.
Der Abend signalisierte neben der Solidarität mit den Akteuren der Initiative auch Bereitschaft, über den Tellerrand zu sehen und die weltweite Vernetzung in den Blick zu nehmen, um Menschen bilateral zu unterstützen, die sich für die Thematik engagieren und dabei oft harte Restriktionen und Menschenrechtsverletzungen in Kauf nehmen müssen.

Statement Siegbert Kaiser

Meine Hochachtung für die Menschen, die sich in der Aktion „outinchurch“ geoutet und den Konflikt mit der geltenden katholischen Morallehre sowie dem kirchlichen Arbeitsrecht offen gelegt haben. Und auch der Zeitpunkt – direkt vor der Tagung des Synodalen Weges – hätte nicht besser gewählt sein können. Ich bin mir sicher, ohne dieses Outing wären die Beschlüsse in Frankfurt nicht so eindeutig ausgefallen.

Kardinal Wölki hat seinerzeit über den Synodalen Weg gesagt, es sei eine Versammlung von Protestierern und Reformern. Und ich gebe ihm ausnahmsweise Recht: Wir, die Basis unserer Kirche, protestieren gegen die überkommene Haltung der Kirchenführung und fordern Reformen. Schon lange gehen gelebte Realität in unserer Kirche und Anspruch und Lehre des Vatikans diametral auseinander. Es gilt, endlich die Lebensverhältnisse des Einzelnen, die kirchliche Lehre und insbesondere das kirchliche Arbeitsrecht in Einklang zu bringen. Dazu haben die Initiatoren der Aktion „outinchurch“ einen wichtigen Beitrag geleistet.

Vieles von dem, was derzeit scheinbar auf die Kirche und die Gläubigen einstürzt, wird schon seit Jahrzehnten in der Kirche diskutiert. Für einiges gab es auch schon vor 60 Jahren auf dem Konzil Beschlüsse. Leider wurde die Diskussion im Laufe der Zeit von den konservativen Kräften unserer Kirche wieder eingestellt und wurden die Beschlüsse nie umgesetzt. Immer noch gibt es starke Kräfte, die das Rad der Geschichte zurückdrehen wollen.

OutInChurch – Austausch zur Dokumentation „Wie Gott uns schuf“

Information des Dekanats

Sie alle haben in diesen Tagen über die Medien oder über persönliche Kontakte von der Initiative OutInChurch und der ARD-Dokumentation „Wie Gott uns schuf“ erfahren. 125 kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Priester, Ordensleute und Ehrenamtliche aus ganz Deutschland haben sich in dieser gemeinsamen Aktion als queere Menschen geoutet.

Die Dokumentation sowie 100 einzelne Interviews stehen in der ARD-Mediathek zur Verfügung:

https://www.ardmediathek.de/sendung/wie-gott-uns-schuf-oder-exklusive-doku/Y3JpZDovL3JiYi1vbmxpbmUuZGUvd2llLWdvdHQtdW5zLXNjaHVm/

Umfassende Informationen über die Initiative OutInChurch finden finden Sie hier: https://outinchurch.de/

Als Dekanatsleitung des Dekanats Ludwigsburg sind wir für diese Aktion dankbar und unterstützen die Anliegen der Initiative OutInChurch voll und ganz. Bitte schauen Sie sich die Dokumentation „Wie Gott uns schuf“ an, falls Sie dazu noch keine Gelegenheit hatten. Die persönlichen Zeugnisse und die gemeinsame solidarische Initiative machen Mut!

Bitte solidarisieren Sie sich und unterstützen Sie die Initiative, indem Sie die Petition von OutInChurch unterschreiben:

Petition · #OutInChurch – Für eine Kirche ohne Angst. · Change.org

Wenn die Petition von sehr vielen Menschen unterschrieben wird, stärkt dies unter anderem auch den Synodalen Weg.

Von Ehrenamtlichen und Hauptberuflichen aus unserem Dekanat wissen wir, dass die Dokumentation viele sehr bewegt und erneut erschüttert hat. Einige Kirchengemeinderäte setzen das Thema in diesen Tagen auf ihre Tagesordnung und suchen nach Gesprächsmöglichkeiten.

Da wir mit Stefan Spitznagel, Pfarrer in Marbach, einen der Initiatoren von OutInChurch bei uns im Dekanat haben, bieten wir allen Interessierten ein digitales Gesprächsforum an:  

OutInChurch – Austausch zur Dokumentation „Wie Gott uns schuf“

Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner sind Stefan Spitznagel und die Dekanatsleitung des Dekanats Ludwigsburg

Mittwoch, 09.02.2022

20:00 – 21:30 Uhr

digital über die Plattform Zoom

Anmeldungen bitte an dekanat.ludwigsburg@drs.de.

Alle angemeldeten Personen erhalten am 09.02.2022 vormittags den Zoom-Link zur Teilnahme.

Bitte geben Sie diese Mail auch weiter an Engagierte und Interessierte in Ihren Gemeinden.

Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen!

Mit freundlichen Grüßen

Alexander König                    Siegbert Kaiser                    Anne Braun                    Birgitta Negwer

Dekan                                    Gewählter Vorsitzender       Dekanatsreferentin        Dekanatsreferentin

                                              des Dekanatsrates

„Du stellst meine Füße auf weiten Raum – die Kraft des Wandels“

Ökumenische Abendgebete in der Passionszeit

Die drei evangelischen Kirchengemeinden im Ludwigsburger Osten und die katholische Kirchengemeinde St. Paulus laden Sie in der Passionszeit zu vier ökumenischen Abendgebeten ein:

Dienstag, den 22. März 2022 Auferstehungskirche
Mittwoch, den 30. März 2022 Januariuskirche Oßweil
Dienstag, den 5. April 2022 Kreuzkirche, Schlösslesfeld
Mittwoch, den 13. April 2022 St. Paulus, Schlösslesfeld
Jeweils 19 Uhr

„Du stellst meine Füße auf weiten Raum“, heißt es im 31. Psalm, auf den
sich das aktuelle MISEREOR-Hungertuch der chilenischen Künstlerin Lilian
Moreno Sánchez bezieht und das im Mittelpunkt unserer Betrachtungen
an diesen vier Abenden stehen soll.
In der Corona-Krise sind die Räume eng geworden. Corona hat Freiheiten
eingeschränkt und Lebensstile verändert. Doch es sind auch Möglichkeiten
sichtbar geworden, wie wir bewusster, solidarischer, ökologisch sinnvoller
leben und handeln können.
Geben wir uns den Raum und die Zeit, um an diesen Abenden in der
Passionszeit inne zu halten, zu Gott, uns selbst und zueinander zu finden.

Klausurwochenende des Kirchengemeinderats

Zwei Tage konzentrierte Arbeit zusammen mit Pf. Zipfel über aktuelle und anzugehende Themen unserer Gemeinde:

  • Pandemie persönlich und die Gemeinde betreffend (Absagen verschiedener Aktivitäten bis Januar)
  • Senioren-, Jugend- und Familienarbeit
  • „Nix kommt von selbst wieder in Gang“
  • Konzil von unten

Näheres über ein sehr gelungenes Klausurwochenende, an dem wir die gemeinsame Arbeit, das gemeinsame Ziehen an einem Strang und vor allem unser sehr gutes Miteinander genießen durften, gibt es noch im Paulus aktuell zu lesen.

Konzil von unten – Was ist das? Was will es?

Auf seiner Klausurtagung vom 19. bis 21. 11.21 hat sich der Kirchengemeinderat mit dem Anliegen und der Initiative „Konzil von unten“ befasst.

Parallel zum derzeitigen Synodalen Weg der Kath. Kirche in Deutschland hat sich in der Diözese Rottenburg-Stuttgart die Bewegung „Konzil von unten“ gegründet. Konzil von unten versteht sich als Ergänzung zum Synodalen Weg. Hier sollen die Kirchengemeinden zu Wort kommen, die im Synodalen Weg nicht beteiligt sind. Konzil von unten vertritt die Auffassung, dass der Reformstau in unserer Kirche nur durch ein Konzil gelöst werden kann und setzt sich daher dafür ein, dass ein Weltkonzil einberufen wird, das sich mit diesen Fragen befasst.

Was sind nun die Forderungen des Konzil von unten? Das Konzil von unten hat sieben Kernthesen entwickelt, die bei einem Konzilstag am 12. März 2022 mit den Abgeandten der Gemeinden besprochen werden sollen. Diese Thesen sind:

  1. Reformen überwinden – wir brauchen ein neues Konzil der Kath. Weltkirche
  2. Machtstrukturen in der Kirche überwinden – wir brauchen mehr synodale Strukturen und transparente Entscheidungsprozesse
  3. Sprachlosigkeit in der Kirche überwinden – wir brauchen eine verständliche und ansprechende Verkündigung
  4. Ungleichheit und Ungerechtigkeit überwinden – wir brauchen neue Zugänge zum kirchlichen Amt und eine Gleichstellung der Geschlechter
  5. Monarchische Entscheidungsstrukturen überwinden – wir brauchen mehr Basisbezug von Entscheidungsträgern
  6. Die erstarrte Sexualmoral der Kirche überwinden – wir brauchen eine lebbare und dem Gewissen verpflichtete moralische Orientierung
  7. Die Trennung zwischen den Kirchen überwinden – die Zukunft des Christentums ist ökumenisch.

Nähere Informationen zum Konzil von unten und den sieben Kernthesen sind im Internet unter www.konzil-von-unten.de abrufbar.

Der Kirchengemeinderat hat sich hinter diese Kernthesen gestellt und Julia Senz sowie Erhard Keicher als Delegierte von St. Paulus zum Konzilstag benannt. Sie werden unsere Gemeinde und die gemeinsam erarbeiten Haltungen zu den Thesen beim Konzilstag am 12.03.2022 in Rottenburg vertreten.

Siegbert Kaiser

Beteiligung der Gemeinde am Konzilsprozess

das „Konzil von unten“ soll die breite Masse der Gemeinde an der Diskussion über zukünftige, notwendige Reformen unserer Kirche beteiligen. Dafür brauchen wir Sie!

Alle Forderungen, die auf dem Konzilstag beraten und dem Bischof vorgelegt werden sollen, haben wir auf die Stellwand im Foyer gepinnt. Nehmen Sie sich bitte ein wenig Zeit und schreiben Sie dazu, was Sie bewegt, was unverständlich oder zutreffend ist oder auch, wenn Ihrer Meinung nach etwas fehlt.

Notwendige Reformen UNSERER Kirche können nur von unten begonnen werden.

Link zum Mitmachen

Vielen Dank für Ihr Mitmachen!

Leona Hertler S.K.

Theme: Overlay by Kaira 2022 St.Paulus.
Beethovenstraße 70, 71640 Ludwigsburg