Aktion Hoffnung Kleidercontainer

Der Kleidercontainer bei unserer Kirche sorgt immer wieder für Unmut, weil er voll ist und Kleider daneben abgelegt werden oder weil dort Müll entsorgt wird. Allerdings wird der Container mindestens einmal pro Woche geleert, bei Bedarf auch öfter. Dass er zur Müllentsorgung mißbraucht wird, ist ärgerlich, aber so ist nunmal unsere Gesellschaft. Auch die Aktion Hoffnung beklagt dies in ihrem Jahresbericht und hat besonders verschmutzte Container abgezogen, insgesamt 50 Stück. Dennoch konnten allein in den 1.500 Containern 6.253 t Altkleider und Schuhe gesammelt werden. Zusammen mit den Straßensammlungen ergab einen Erlös von rd. 300.000 €, mit dem 37 Projekte in 16 Ländern unterstützt werden konnten. U.a. wurden damit Wassertanks in den Armenvierteln Perus installiert und Nothilfe in Mosambik nach dem Zyklon Idai.

Die Aktion Hoffnung betreibt aber auch Second-Hand-Läden in einigen Städten, ganz neu in Stuttgart im Einkaufscenter Gerber.

Probleme bereitet jedoch, so die Aktion Hoffnunf, der zunhemende Trend der „Wegwerfmode“, die sog. Fast Fashion. Hierbei handelt es sich um qualitativ schlechte Kleidung, die unter ausbeuterischen Methoden vor allem in Asien hergestellt und bei uns zu Billigstpreisen verkauft wird. Die entsprechenden Modehäuser wechseln dabei monatlich das Sortiment. Menge und Qualität dieser Keidung führen dazu, dass der Markt für Altkleider überschwemmt wird und kaum noch Erlöse zu erzielen sind. Die Aktion Hoffnung weist darauf hin, dass dies zu sozialen und ökologischen Problemen führt und fordert entsprechende steuerungspolitische Maßnahmen.

Hier finden Sie den Gesamtbericht der Aktion Hoffnung für das Jahr 2019.

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