Firmung

 

 

Was ist Firmung?
Die Firmung hängt eng mit der Taufe zusammen: in der Firmung bestätigen die Firmbewerber aus eigener Entscheidung ihren Glauben und ihre Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Katholischen Kirche.
„Firmen“ kommt vom lateinischen „confirmare“ und bedeutet „bestätigen“. Bei der Firmung bejahen die Jugendlichen, dass sie an Gott glauben und als Christen leben wollen. Das Sakrament der Firmung wird in der Regel von einem Bischof gespendet, der besiegelt, dass der Heilige Geist bei den jungen Menschen ist und sie von jetzt an als voll verantwortliche Mitglieder der Gemeinde gezählt werden.

Was passiert bei der Firmung?
Das Spenden des Firmsakramentes äußert sich in drei symbolischen Handlungen:

  • Handauflegung: ein Zeichen der Zuwendung und Annahme, der Übertragung von Leben und Kraft, Macht und Gewalt, von Beauftragung und Sendung.
  • Salbung: mit dem Chrisamöl wird dem Firmbewerber ein Kreuzzeichen auf die Stirn gemacht. Es ist ein Zeichen der Stärkung für die Aufgaben als gläubiger Christ.
  • Besiegelung: dem Firmbewerber wird das Siegel der unverlierbaren bedingungslosen Liebe Gottes übergeben, mit den Worten: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“

Wer kann gefirmt werden?
Gefirmt werden können Jugendliche und Erwachsene, die bereits getauft sind. Jugendliche sollten in einem Alter sein, in dem sie diese Entscheidung selbständig und verantwortungsvoll treffen zu können.

Wie kann ich mich auf die Firmung vorbereiten?
Die Firmvorbereitung geschieht in den Gemeinden. Es gibt verschiedene Konzepte der Durchführung. Grundsätzlich werden in der Vorbereitung die Fragen des Glaubens und des christlichen Lebens erörtert. Häufig wird die Firmvorbereitung auch Glaubenskurs benannt.

Muss man bei der Firmung einen Paten haben?
Man sollte bei der Firmung einen Firmpaten haben. Aus dem Codex des kanonischen Rechts: „Dem Firmling soll, soweit dies geschehen kann, ein Pate zur Seite stehen“ (Can. 892). Die Firmpaten übernehmen die gleiche Aufgabe wie die Taufpaten: sie unterstützen den Firmbewerber in der christlichen Erziehung und vertreten durch ihre Anwesenheit die Glaubensgemeinschaft. Firmpate kann werden, wer Mitglied der katholischen Kirchen ist und bereits gefirmt ist. Es kann der Taufpate sein oder eine andere Person, die diese Vorraussetzungen erfüllt.