Fronleichnam

 

Das Fronleichnamsfest wird immer am 2. Donnerstag nach Pfingsten gefeiert. Die deutsche Bezeichnung „Fronleichnam“ stammt aus dem Mittelhochdeutschen. „Fron“ bedeutet „Herr“, und „Lichnam“ bezeichnet den lebendigen Leib. Das Fest hat die Verehrung des Altarssakramentes zum Inhalt: der nach katholischem Verständnis bleibenden Gegenwart Jesu Christi in der Eucharistie.

Es ist ein Fest in Erinnerung an die Einsetzung des Altarsakramentes, das eigentlich am Gründonnerstag gefeiert werden müsste, aber der Passionswoche wegen als unangebracht empfunden wurde. Es wurde deshalb -in einer Zeit, als der Osterfestkreis mit Pfingsten 50 Tage nach Ostern schloss- an das Ende der österlichen Zeit gelegt. Die Anregung zu diesem Fest entstammt einer Vision der heiligen Augustinernonne Juliana von Lüttich im Jahre 1246. Papst Urban IV erhob Fronleichnam zum allgemeinen kirchlichen Fest. Unter Papst Clemens V wurde das Fronleichnamsfest auf dem Konzil von Vienne bestätigt und 1317 unter Papst Johannes XXII endgültig weltweit angeordnet. Im Jahre 1264 fanden die ersten Fronleichnamsfeien statt.

Seinen besonderen Charakter erhielt Fronleichnam durch die Prozession, die gelebtes Christentum versinnbildlicht. In Gestalt der geweihten Hostie wird Christus selbst durch die Stadt und die Straßen getragen. Zu diesem Zweck entstand die Monstranz, in die die Hostie eingesteckt wird.

In Ludwigsburg wird das Fronleichnamsfest bei gutem Wetter aus Tradition mit einem gemeinsamen Gottesdienst aller Ludwigsburger katholischen Kirchengemeinden im Schlosshof gefeiert. Die anschließende gemeinsame Prozession zieht von dort zum Marktplatz, wo der Abschluss der Feierlichkeiten stattfindet.